{"id":303,"date":"2012-01-16T20:31:34","date_gmt":"2012-01-16T20:31:34","guid":{"rendered":"http:\/\/markus.promny.de\/blog\/archives\/2012\/01\/16"},"modified":"2012-01-16T21:19:02","modified_gmt":"2012-01-16T21:19:02","slug":"elektroauto-getestet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/markus.promny.de\/blog\/archives\/2012\/01\/16\/elektroauto-getestet","title":{"rendered":"Elektroauto getestet"},"content":{"rendered":"<p>Wir sind seit 2006 ohne Auto mobil. In Gro\u00dfst\u00e4dten ist das heute ja schon fast normal, in M\u00fcnchen und Z\u00fcrich haben wir nie ein eigenes Auto vermisst. In Koblenz braucht es schon eher etwas Mut, als nahezu einziger ohne Auto zu leben. Wenn man aber in der City wohnt und arbeitet, geht das auch. Vor allem, wenn man noch beim <a href=\"http:\/\/www.oekostadt-koblenz.de\/index.php\/teilauto\" >Carsharing<\/a> mitmacht.<\/p>\n<p>Vom \u00f6rtlichen <a href=\"http:\/\/www.kevag.de\/unternehmen\/presse\/pressemitteilungen\/dezember-umweltamt-koblenz-faehrt-elektrisch\/\" >Energieversorger gesponsort<\/a> gibt es jetzt auch ein Elektrofahrzeug, das man f\u00fcr 2,42 EUR\/h mieten kann. Da es noch kaum Testbericht gibt, schreib ich hier mal einen:<\/p>\n<p>Der Fiat Fiorino sieht auf den ersten Blick normal aus. L\u00e4sst sich wie jedes Carsharing-Fahrzeug per Chipkarte \u00f6ffnen. Intuitiv trennt man das Ladekabel von der Stroms\u00e4ule. Kurz \u00fcberlegen: h\u00e4ngen lassen? Nee, rein damit in den Beifahrer-Fu\u00dfraum. Dann erstmal die 2 Seiten Kurzanleitung lesen, zur Sicherheit. Ist auch notwendig: Ich w\u00e4re nicht darauf gekommen, dass es ein Automatikwagen ist. Also beim Starten den Fu\u00df auf die Bremse! Dann den Gang rein, und da f\u00e4llt er zum ersten Mal negativ auf: Trotz Automatik-Umbau ist das Kupplungspedal nicht demontiert und st\u00f6rt die intuitive Bedienung. Auch der Schalthebel ist von der 6-Gang-Schaltung \u00fcbrig geblieben, nur sind alle bis auf 2 Vorw\u00e4rts- und der R\u00fcckw\u00e4rtsgang nutzlos. Der &#8222;normale&#8220; Vorw\u00e4rtsgang ist bis ca. 60 km\/h gut. Danach kann man im Extra-Gang noch bis 100 weiterbeschleunigen. Gedacht ist das Auto aber f\u00fcr die Stadt. Im Stadtverkehr schwimmt man gut mit. Berg hoch auf die Schnellstra\u00dfe einf\u00e4deln ist aber nicht ganz so flott. Dort schalte ich dann in den schnellen Gang, benutze dabei aber erstmal zur Sicherheit die Kupplung ;-).<br \/>\nPositive \u00dcberraschung: obwohl die Anleitung behauptet, es gibt nur eine Standheizung (mit Ethanol!), kommt es nach 5 Minuten warm aus dem Gebl\u00e4se. Nicht so \u00fcppig wie bei nem Verbrennungsmotor nat\u00fcrlich, aber dennoch angenehm. Trotz fast aller Verbraucher an (Licht, Heizung, Scheibenwischer, Gebl\u00e4se auf Stufe 2 bis 3, Navi&#8230;) bringt mich der Wagen gut ans Ziel, das auch noch auf nem Berg liegt. Auf den 13 Kilometern sinkt die angezeigte Kapazit\u00e4t von 100 auf 85 %. Das entspricht nahezu der angegebenen Reichweite von 100 km. Und das bei Au\u00dfentemperaturen unter Null. Bin mal gespannt, wie es mit der Akkukapazit\u00e4t in ein paar Monaten aussieht.<\/p>\n<p>Negatives:<br \/>\n&#8211; improvisierter Umbau (Kupplung, Schaltung)<br \/>\n&#8211; Motor h\u00f6rt sich bei hohen Geschwindigkeiten ein wenig nach osteurop\u00e4ischen O-Bus an<br \/>\n&#8211; keine Zentralverriegelung<br \/>\n&#8211; R\u00fcckw\u00e4rtsgang ruckt stark an (ich kam mir vor wie bei der Fahrschule: sprungweises nach hinten in die Parkl\u00fccke tasten)<br \/>\n&#8211; vergisst man den schnellen Gang wieder rauszunehmen (nat\u00fcrlich vergisst man das!) dann geht der Wagen beim ersten Stopp aus (bei mir war das nat\u00fcrlich am Berg). Dann hei\u00dft es: einmal aus und wieder anschalten, im normalen Gang wieder anfahren.<\/p>\n<p>Positiv:<br \/>\n&#8211; Reichweite trotz Minusgraden gut<br \/>\n&#8211; Fast normale (Fiat)-Bedienung<\/p>\n<p>Fazit: Ganz so wie das Auto der Zukunft f\u00fchlt es sich noch nicht an. Aber schon erstaunlich gut.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind seit 2006 ohne Auto mobil. In Gro\u00dfst\u00e4dten ist das heute ja schon fast normal, in M\u00fcnchen und Z\u00fcrich haben wir nie ein eigenes Auto vermisst. In Koblenz braucht es schon eher etwas Mut, als nahezu einziger ohne Auto zu leben. Wenn man aber in der City wohnt und arbeitet, geht das auch. 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