{"id":6,"date":"2004-10-18T17:58:31","date_gmt":"2004-10-18T15:58:31","guid":{"rendered":"http:\/\/markus.promny.de\/blog\/archives\/2004\/10\/18\/china-logbuch-part2-oktober-2004"},"modified":"2008-05-14T14:43:35","modified_gmt":"2008-05-14T12:43:35","slug":"china-logbuch-part2-oktober-2004","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/markus.promny.de\/blog\/archives\/2004\/10\/18\/china-logbuch-part2-oktober-2004","title":{"rendered":"China-Logbuch Part2-Oktober 2004"},"content":{"rendered":"<p>Mittwoch, 13.10.2004<\/p>\n<p>Das im Jianzhong Hotel der 4. Sino-German-Workshop on Sediment Transport stattfindet, kann man schon an dem riesigen Banner \u00fcber der T\u00fcr erkennen. \u00dcberhaupt haben unsere Gastgeber keine M\u00fchen gescheut, uns den Aufenthalt angenehm zu gestalten. Dass sie dabei manchmal nicht ganz ins Schwarze treffen, kann man getrost verschmerzen, sag ich. Alles recht interesant und oft lehrreich, nur f\u00fcr den hiesigen Leser vielleicht nicht. Deshalb nur zu unserem Abendprogramm:<br \/>\nMan kann auch in Chengdu gut zu Bumm-Bumm-Mucke abzappeln. Nachdem wir erst bei &#8222;Barbara&#8220; nicht ganz das gefunden haben, was wir gesucht haben, landen wir schlie\u00dflich doch noch in nem Tanzschuppen. Sind das die M\u00e4dels, die ich vor ein paar Tagen noch mit Halstuch in der Schule gesehen habe?<\/p>\n<p>Freitag, 15.10.2004<\/p>\n<p>Zum Abschluss unseres Workshops machen wir noch eine Erfahrung in Sachen chinesischer Abendunterhaltung: Hotpot essen. Man zahlt umgerechnet 4 Euro und kann daf\u00fcr solange man will essen und so viel man will trinken. Das Buffet ist so gro\u00df, dass ich mir nicht vorstellen kann, hier irgendwas NICHT zu bekommen. Eher ist das Finden das Problem. Fische werden auf Wunsch aus Aquarien geholt und gleich vor Ort filetiert. Da auch das Bier unlimitiert aus den F\u00e4ssern l\u00e4uft, stellt sich mir die Frage: wie w\u00fcrde sowas in Deutschland ausarten?<br \/>\nHier ist Hotpot ein gro\u00dfes Familien- oder Freundeskreis-Event. Man sitzt um einen gasbefeuerten Kochtopf, der in den Tisch eingelassen ist und wirft rein, was einem Spass macht. Das wieder-raus-fischen verlangt nach etwas Geschick. St\u00e4ndig erlebt man au\u00dferdem \u00dcberraschungen, was uns unsere chinesischen Kollegen als essbar unterjubeln wollen. Ganze Fische und Dinger mit Saugn\u00e4pfen geh\u00f6ren noch zu den harmloseren Zutaten. Das Trinken ist eher Nebensache, wir sehen nicht viele Betrunkene in der riesigen Fresshalle. Wir jedoch brauchen einige Bier zum l\u00f6schen, da hier in Sichuan alles ziemlich scharf gegessen wird.<br \/>\nNoch sp\u00e4ter lassen wir uns von einer Foot-Massage verw\u00f6hnen. Sehr nett, vor allem der gr\u00fcne, warme Glibber, worin die F\u00fc\u00dfe vor der Massage eingelegt werden.<\/p>\n<p>Samstag, 16.10.2004<\/p>\n<p>Wir verlassen Chengdu und fahren mit dem Bus nach Chongqing. Die Stadt ist eine einzige Baustelle. Von unserem Hotelzimmer im 24. Stock aus k\u00f6nnten wir allein 3-4 Gro\u00dfbaustellen \u00fcberwachen.<br \/>\nLustiger H\u00f6hepunkt des Abends ist ein abendlicher Besuch auf dem Peoples Square. Hier wieder der skurile Mix aus kommunistischer Monumentalarchiketur, Shopping und greller Leuchreklame. Dazu Musik aus Riesenboxen und hunderte Chinesen, die Synchrontanz trainieren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/markus.promny.de\/blog\/wp-content\/IKEA.jpg\" \/><br \/>\nIKEA ist auch in China absolut in. Die IKEA-T\u00fcte ist Statussymbol und wie man hier sieht auch als Regenschutz tauglich. Tauglicher zumindest als mein 20 Yuan-Schirm, den ich nach einmaligem \u00d6ffnen in die n\u00e4chste M\u00fclltonne werfen konnte.<\/p>\n<p>Sonntag, 17.10.2004<\/p>\n<p>Mit einem Tragfl\u00e4chenboot fahren wir auf dem Jangtze Richtung Yichang. Das Boot ist robust und Made in USSR. Leider ist das Wetter etwas tr\u00fcb, das h\u00e4lt unsere Fotografen aber nicht davon ab, gigabyteweise Fotos zu schie\u00dfen und Film zu drehen. Die Zeit vertreiben wir uns mit L\u00f6cher-in-die-Schlucht-schaun, essen und Schiffe versenken.<br \/>\nLeider werden wir nicht durch den Three Gorges Dam geschleust, sondern m\u00fcssen kurz davor in einen Bus umsteigen. Schon vom weiten macht die Baustelle einen imposanten Eindruck. Wir werden bald mehr davon sehn.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittwoch, 13.10.2004 Das im Jianzhong Hotel der 4. 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