Mai 25th, 2008
Zugegeben: Als ich noch kein stolzer Vater war, haben mich Kleinkinder im Flugzeug oft ziemlich genervt. Besonders bei Start und Landung haben sich diese meist lautstark bemerkbar gemacht. Dabei muss das mit dem Lärm gar nicht so sein. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass Saugen während Start und Landung den Kleinen beim Druckausgleich hilft. Das sorgt für weniger Stress bei Kind, Eltern und Mitreisenden.

Posted in Reisen mit Kind | No Comments »
April 30th, 2008
Im Magazin der “Zeit” gibt es seit einer Weile die Kategorie “Worte der Woche”, in der gewissen Personen Worte untergeschoben werden, die sie leider nicht gesagt haben. Oftmals sehr lustig! (leider ist die Rubrik in der Online-Ausgabe so gut wie unauffindbar, deshalb hier auch kein Link)
Hier sind meine Worte der Woche, die im Gegensatz zu denen in der Zeit aber tatsächlich gesagt wurden:
“Der Wähler fährt kein Binnenschiff.” - Ein Mitarbeiter der deutschen Verkehrsministeriums in einem Gespräch über aktuelle Prioritätensetzungen der Verkehrsförderung.
“eijeijei — prrrrr — mamamam — jeeeh” - Karoline (bald 5 Monate) zu scheinbar allen Themen, die sie derzeit interessieren.
Posted in Allgemeines | Comments Off
Februar 17th, 2008
Reiseberichte und mehr. So heißt es im Titel dieses Blogs. Das in letzter Zeit nichts über Reisen zu lesen war, lag daran, dass diese sehr reduziert werden mussten. Dafür wurde das “mehr” umso wichtiger. Der schönste Grund für uns, nicht zu reisen, heißt Karoline und ist jetzt zwei Monate alt.
Die Fahrt durch Marokko, die unten beschrieben ist, haben wir schon im Bewusstsein, im dritten Monat schwanger zu sein, angetreten. Deshalb waren unsere Wege dort auch etwas weniger abenteuerlich. Wenn man sich nicht zu viel zumutet, ist das nach unserer Erfahrung kein Problem.
Nun also haben wir den ersten Ausflug zu dritt gemacht: auf die Rigi. Das braucht schon etwas mehr Vorplanung und vor Allem Gepäck, macht aber auch mehr Spaß…

Posted in Allgemeines, Reisen mit Kind | 1 Comment »
Juni 24th, 2007
Seit Anfang Juni bin ich nun Gastarbeiter in der Confoederatio Helvetica. Genauer gesagt an der ETH Zürich. Das ist sehr schön soweit und bringt jede Menge neuer Erfahrungen mit sich. Inzwischen habe ich mich sogar an den grossen Glockenturm vor dem Balkon gewöhnt, der mir zu jeder Tages- und Nachtzeit ungefragt die Uhrzeit läutet. Auch sonst habe ich mich schon ganz gut eingelebt. Ich weiss, was ein Bürli und was ein Büsi ist. Mein Halbtax verbilligt mir die häufigen Fahrten nach München. Zur Arbeit fahre mit dem Trolley oder dem Velo. Letzteres parkiere ich dann in einem Veloeinstellplatz. Wie meine Kollegen liebe ich das Grillieren. Dann gibt es gern Poulet oder Cervales.
Neulich war ein Artikel im Spiegel über diesen Klimaforscher aus Potsdam, der an die ETH gewechselt ist. Dieser endet mit der Aussage:”Ich habe hier den schönsten Arbeitsplatz der Welt.” Wenn man sich die Bilder von meinem ersten Aussentermin ansieht, dann wird man verstehen, dass ich mich dem anschliessen möchte…

Posted in Allgemeines | 5 Comments »
Mai 11th, 2007
Jawoll, das geht. Man muss dazu auch nicht in die Charterflug-Festung Agadir fliegen. Wir haben uns den kleinen Ort Asilah, 40 km suedlich von Tanger, dazu ausgesucht. Hier geht es sehr entspannt zu. Strand, Promenade, kleine Hotels und Lokale und eine klinisch reine Altstadt. Diese ist, ganz im Gegensatz zu richtigen marokkanischen Staedten, nicht nur sauber, sondern riecht sogar noch so. In den Lokalen gibt es Berge von Fisch und auch Bier, wenngleich im neutralen und blickdichten Krug geliefert.
Die Frage nach Kopftuch oder nicht wird hier sehr unterschiedlich beantwortet. Man sieht einheimische Maedels im traditionellen Kleid mit Kopftuch genauso wie offene Haare und beinahe die komplette Bandbreite aktueller Mode. Nur nicht gerade Minirock (wenn, dann mit Leggins drunter) oder Bikini. Als Tourist/in hat man aber sowas wie Narrenfreiheit, was den Strand angeht.
Der Muezzin ruft, die Brandung ist aber lauter.
Posted in Allgemeines | 2 Comments »
Mai 4th, 2007
Inzwischen sind wir in Fes. Auch sehr schoen hier. Unsere Bleibe ist ein Richtiger Palast: unten ist ein Luxusrestaurant und wir wohnen auf dem Dach mit Blick ueber die Altstadt.
Heute ist Freitag und fuer Moslems somit Wochenende. Deshalb kann man sehr gemuetlich spazieren und alles ohne Stress und Kaufzwang anschaun. Einen kleinen Teppich haben wir trotzdem gerade heute erstanden. Schoener Bettvorleger…
Posted in Allgemeines | 2 Comments »
Mai 1st, 2007
Als ich einem Kollegen erzaehlte, dass wir nach Marokko fahren, sagte der: “warum nicht.” Genau, warum eigentlich nicht. Die Auszeit haben wir uns redlich verdient, moechte ich behaupten. Und nett ist es hier auch. Geradezu unterschaetzt. In Marrakesh fuehlen wir uns sehr wohl. Das duerfte zuerst an unserem luxurioesen Heim liegen: Ein restaurierte altes Hofhaus, die hier Riad heissen. Nur 4 Zimmer, aber dazu noch mehrere Salons und eine Dachterrasse.
Die Stadt ist bunt und es gibt den orientalischen Mix aus Basar, Essen und viel Gewusel. Gestern haben wir zum Beispiel in einem Menschenstau gesteckt. Obwohl wir es fuer unsere Verhaeltnisse sehr geruhsam angehen lassen, waren wir heute schon im Atlasgebirge wandern. Unser einbeiniger (!) Taxifahrer hat uns auch noch in dieverse Laeden am Wegesrand chauffiert, aber da sind wir ja abgehaertet genug.
Das Internetcafe hier ist uebrigens eines der haertesten, die ich je gesehen habe: fast alle Buchstaben sind vertauscht. Man fuehlt sich, als ob man zum ersten mal tippt… Deshqlb lass ich es mit dieser ersten Uebungsstunde erstmal auf sich beruhen und melde mich bei Gelegenheit wieder.
Posted in Allgemeines | 2 Comments »
Februar 21st, 2007
Am Wochenende habe ich seit längerem mal wieder einen Ausflug gemacht: im warsten Wortsinn. Dank meiner Kollegin mit Pilotenschein konnte ich die vielbeschworene Schönheit Bayerns von oben betrachten. Von Fürstenfeldbruck ging es bei herrlichem Wetter über München hinweg an den Chiemsee. Dass ich auf dem Rückflug selbst mal das Steuer in die Hand nehmen durfte, hat diesen Flug für mich zu etwas ganz besonderem gemacht.

Posted in Allgemeines | 2 Comments »
November 25th, 2006
Auch der Oktober hat noch warme Tage. Dieses Sprichwort gilt besonders, wenn man sich ein wenig in Richtung Süden begibt. So haben wir das getan und sind nach Moneglia im schönen Italien gefahren. Bei sehr angenehmen 22 Grad Wasser- und Lufttemperatur (letztere kommt einem im Sonnenschein noch viel wärmer vor) haben wir mal wieder festgestellt, das dies die Richtige Zeit ist, ans Mittelmeer zu fahren. Wer sich freiwillig im August mit Millionen Anderen grillen, sich in überfüllten Orten und Restaurants abfertigen und im Stau nerven lässt soll das nur weiterhin tun - so bleibt es in der schönsten Zeit auch noch schön leer und ruhig.

Camping im Oktober - perfekt!
Im Zillertal gibt es zwischen Sommer-Wander-Saison und winterlichem Skizirkus auch ein paar Wochen, an denen man in Ruhe essen und einfach in die Gegend schauen kann. Das Schauen wird besonders schön, wenn man dazu wie ich den Boden verlassen darf…

Posted in Allgemeines | 1 Comment »
Juli 10th, 2006
Wir sehen so viel in so kurzer Zeit, dass ich garnicht zum schreiben komme. Der Grand Canyon ist wirklich gewaltig und wir verzichten dafuer auf das Spiel Deutschland-Italien. Welch Fehler! Hatten unsere Jungs doch dank unserer Anfeuerung morgens um 8 in einer Sportsbar in Las Vegas die Argentinier geschlagen, mueesen wir bei Rueckkehr aus dem Canyon von der Niederlage erfahren.
Anschliessend wurden wir Zeugen der Independence Day Parade in einer Kleinstadt in Arizona. Auch hochinteressant. Fallschirmspringer, die auf der Hauptstrasse landen, ein Western-Schiessen und viele viele Stars and Stripes.
Die angeblich heisseste Stadt der USA - Yuma - haben wir auch besucht und dort ueber deren Bewaesserungssystem gelernt. Dort ist es so heiss, dass es keine Kaltwasserhaehne gibt. Ueberall kommt’s schoen warm raus. Die Sandduenen am Stadtrand verbreiten echtes Wuestenambiente.
Los Angeles ist Los Angeles. Nicht in ein paar Saetzen zu beschreiben. Wahnsinns Gegensaetzt zwischen Arm und Reich; viel Laerm, viel Geld und eine ueberraschend normale (aber leider leere) U-Bahn. Der Hafen und vor allem die Oeltanker sind gigantisch. Bei den Automassen aber leicht erklaerbar.
Heute haben wir einen Flugzeugtraeger in San Diego besichtigt und sind jetzt in Tijuana, Mexico. Das finale Elfmeterschiessen haben wir live bei einem Strassen-Zahnarz auf dem Wartezimmerfernseher geschaut. Glueckwunsch, Italy.
Posted in USA | 2 Comments »
Juli 4th, 2006
Von Nevada sind wir nun nach Utah und Arizona gefahren. Es ist oft so heiss, dass selbst kurze Wanderungen sehr schweisstreibend sind. Ein paar Strassen hier erinnern mich an Kirgisistan. Das sind aber natuerlich im Gegensatz zu dort keine Hauptstrassen. Richtig schoene, kaum bekannte Landschaften gibt’s westlich von Page im Canyonland.

Coyote’s Butte
Eher touristischer Mainstream, aber auch sehr schoen, ist der Antelope Canyon.

Beide Landschaften sind, genau wie unser morgiges Ziel, der Grand Canyon, in Millonen von Jahren vom Wasser geschaffen worden.
Posted in USA | Comments Off
Juni 30th, 2006
Die Stadt ist wirklich so wie man sie sich vorstellt. Nur noch schlimmer.
Ich bin froh, endlich ein Internetcafe gefunden zu haben. Ist auch der einzige Laden ohne Slot Machines weit und breit. Ist nicht einfach zu finden: erst war ich in der Las Vegas Library (gibt es tatsaechlich!), um dort eine Stunde umsonst das Internet nutzen zu duerfen. Google hat mir dann das scheinbar einzige Internetcafe der Stadt verraten.
Das stimmt so auch nicht ganz: in den Casinos stehen Computer-Terminals, die satte 30 Cent je Minute haben wollen. Das kuriose Werbebanner darueber ruft: Play Games Online! Das muss man sich mal vorstellen: da sitzt einer in Las Vegas, dem groessten Casino der Welt, um Online Poker zu spielen. Ich schaetze, es gibt hier sogar Leute, die sind so bekloppt…
Sachen, die es in Las Vegas gibt:
- Spielautomaten und Spieltische aller Art
- Apotheken mit Spielautomaten
- Bekloppte, die den ganzen Tag vor Spielautomaten rumhaengen
Sachen, die es in Las Vegas nicht gibt:
- Ein Hotel ohne Spielautomaten in der Lobby
- Leute, die Briefmarken verkaufen
- Briefkaesten
- Fusswege (ausserhalb des Strip)
- Kaffee ohne Plastedeckel
- Stil
Posted in USA | Comments Off
Juni 30th, 2006
Seit 4 Tagen bin ich mit ein paar Studenten und Kollegen auf Wasserwesen- Fachexkursion in Amerika. Wir sind nach San Francisco geflogen und machen jetzt eine Rundreise mit Mietwagen zu diversen (fachlichen) Hoehepunkten im Suedwesten.

San Francisco, Chinatown
Nachdem wir den Yosemite National Park recht zuegig durchquert haben war der Mono Lake der erste Stop. Die Problematik ist hier ganz aehnlich gelagert wie beim Aralsee. Nur ist der Mono Lake dank der Initiative des Mono Lake Committee auf dem Weg der Besserung.
Durchs Death Valley gings dann nach Las Vegas, wo wir heute den Hoover Dam besichtigt haben. Wir durften auf unserer V.I.P.-Tour auch in’s wirklich interessante und sehenswerte Innere der Staumauer, die seit dem 11. Sept. dem normalen Besucher leider verschlossen bleibt.

Hoover Dam
Posted in USA | 1 Comment »
Mai 18th, 2006
Nun sind wir ziemlich am Ende unserer Reise angekommen. Die letzten Tage haben wir im Issyk Kul-See gebadet, ein paar Souveniere gekauft und vor allem viel gegessen, entspannt und Urlaub ohne viel Rumreisen genossen. Jetzt sind wir in Bishkek und haun die letzten Sum auf den Kopf. Die Stadt muss fuer die Landkirgisen ein ziemlicher Schock sein, wenn sie das erste Mal herkommen. Befestigte Strassen mit Allebaeumen, Glitzergeschaefte, Glitzerautos und Glitzermenschen. Irgendwie garnicht mehr wie Kirgisistan.
Was ich auf jeden Fall vermissen werde:
- Pivo Baltika Nr. 3
- Schaschlick
- Teehaeuser
- nette Menschen, die einen als Gast behandeln
- weite, grossartige Landschaft
- billige Taxis
- Basare (Fruechte, frisches Brot, Tiere … alles bunt und preiswert)
Was ich auf keinen Fall vermissen werde:
- pampige, ignorante russische Bedienungen
- staubige Strassen
- Kymys (vergorene Stutenmilch)
- Loecher und andere Fallen in den Gehwegen
- Basare (Leute die einen am Arm ziehen, als “mein Bruder” ansprechen und viel zu kurze Jeans verkaufen wollen)
Posted in Mittelasien | 4 Comments »