Nicht reisen

März 24th, 2020

Nun ist er da, der größte anzunehmende Unfall. Wer hätte gedacht, dass er in Form eines winzigen Virus über uns kommt? Ich persönlich muss zugeben, dass ich mich sehr schwer tue, die aktuelle Reaktion der Welt auf diesen GAU als angemessen zu betrachten.
Was mich vor allem verstört ist die Radikalität, mit der die Freiheit von uns allen dem Schutz einer Minderheit geopfert wird. Für mein Verständnis der Dinge ist es nicht redlich, das Problem als Entscheidung zwischen
a) viele Menschen sterben oder
b) wir schränken uns eine Weile ein
darzustellen. Es wird hier nämlich außer Acht gelassen, dass auch im Falle b) viele Menschen sterben werden. Warum? Nun, das Virus ist tötlich, wird sich weit verbreiten und viele Opfer finden. Welchen Effekt das inzwischen als Mantra beschworene „flatten the curve“ tatsächlich haben wird, kann niemand sagen. Fakt und bereits klar absehbar ist jedoch, dass es zu ganz erheblichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verwerfungen kommen wird, um das mal so neutral wie möglich zu formulieren. Auch das wird zu Opfern führen. Armut tötet.
Es ist klar, dass auch im Falle a) gesellschaftliche Verwerfungen unvermeidlich gewesen wären, denn für die meisten Menschen ist es keine Option, angesichts des drohenden Todes wievieler Menschen auch immer nichts zu tun.
Im Falle b) haben wir außerdem zwei Effekte: erstmal ist es natürlich ganz klar eine Zumutung, Millionen von Kindern einzusperren, ihnen Bildung vorzuenthalten und allgemein Lebenszeit zu stehlen. Vor allem deshalb tue ich mich auch immer noch besonders schwer, die Entscheidung für b) als richtig zu akzeptieren. Andererseits haben wir durch b) auch eine bisher nicht für möglich gehaltene Reduktion der Treibhausemissionen erzeugt. Dies kommt den gleichen Kindern, die wir derzeit in Gruppengewahrsam nehmen natürlich am stärksten zu Gute.
Insgesamt betrachtet hatten wir also die Wahl zwischen
a) viele Menschen sterben, es gäbe gesellschaftliche Verwerfungen oder
b) wir schränken uns eine Weile ein bei erheblichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verwerfungen, viele Menschen sterben und wir reduzieren die Treibhausgasemissionen.
Klammern wir alles aus, was in beiden Fällen mehr oder weniger stark passiert, bleibt die eigentlich triviale Erkenntnis übrig, dass die Einschränkungen, die wir uns und unseren Kindern derzeit auferlegen, zu erheblichen wirtschaftlichen Verwerfungen und positiven Folgen für die Zukunft des Klimas führen werden.
Wenn wir es jetzt noch hinbekommen, sehr sehr bald zu erkennen, dass
1.) Kinder nicht auf Dauer, jedenfalls nicht auf Monate von Schule, Spielplätzen, Sport und Freunden ferngehalten werden dürfen und
2.) wir ein vernünftigen Umgang mit dem Virus brauchen, welches da ist und auf absehbare Zeit auch bleiben wird, und wir uns nicht auf Dauer vor ihm verstecken können
dann bin ich gern bereit, die Zukunft wieder etwas positiver zu sehen.

Juist

März 7th, 2020

Zell am See

Dezember 31st, 2019

Einen guten Rutsch euch allen!

Das Schwarzteeparadoxon

Juli 20th, 2019

Nach all meinen bisherigen Reisen kann ich mir eines nicht erklären: Warum gibt es in Osteuropa einige Länder, in denen schwarzer Tee praktisch nicht erhältlich ist, während ein paar Kilometer weiter, spätestens ab Istanbul, nahezu pausenlos schwarzer Tee getrunken wird? Ich trinke gern einen schwarzen Tee zum Frühstück und nehme daher ein paar Teebeutel auf Reisen mit. Ganz vergessen hatte ich, dass ich letztes Jahr in Rumänien nahezu jeden Laden und Supermarkt erfolglos auf Teenachschub abgesucht hatte. Nirgends zu bekommen! Dieses Jahr genau das gleiche Phänomen: kein Laden, kein Supermarkt hat schwarzen Tee. Dafür immer Kamille, Hagebutte, Zitrone und grüner Tee. Und das in Albanien, Montenegro und Kroatien. Trinkt man hier Tee nur wenn man krank ist? Mit etwas Glück bringen mich die letzten 2 Teebeutel bis Österreich, ohne meine Gewohnheiten ändern zu müssen. Bei der nächsten Osteuropareise werde ich hoffentlich dran denken und einen ausreichenden Teevorrat mitnehmen.

Mlini

Juli 19th, 2019

In Kroatien finden wir einen netten kleinen Campingplatz in einem sehr entspannten Ort: Mlini.

Von hier aus fahren wir mit dem Linienboot nach Dubrovnik. Eigentlich meiden wir Orte mit so vielen Touristen, aber hier haben wir das Gefühl, es gesehen haben zu müssen. Durch die Bootsanfahrt am späten Nachmittag ist es auch ganz entspannt. Stadt ist tatsächlich sehr schön und rappelvoll und recht überteuert. Wir schlendern durch die Gassen und essen abends nach Rückkehr in Mlini günstiger, entspannter und sicher besser.

Dächer von Dubrovnik

Abfahrt per Boot

Montenegro und Bosnien-Herzegowina

Juli 19th, 2019

Inzwischen sind wir definitiv auf dem Rückweg. Montenegro scheint nur aus Berg und Tal zu bestehen. Wir fahren abseits der Küste durchs wenig besiedelte Hinterland und über queren den einen oder anderen Pass.

Durch Bosnien fahren wir nur einen kleinen Zipfel, um einen wenig frequentierten Grenzübergang nach Kroatien zu nehmen. Der kleine Eindruck ist jedoch sehr schön: rauhe Landschaft und ein nettes Städtchen:

Trebinje

Die doppelte Beschriftung in kyrillisch und lateinischen Buchstaben sowie die etwas verwirrende Begrüßung ‚willkommen in der Republik Srpska‘ geben mir den Anlass, nochmal die jüngere Geschichte der Region zu wikipedieren.

Vermosh

Juli 17th, 2019

Im Vermosh-Tal verleben wir sehr angenehm den Abschluss unserer 2 Wochen in Albanien. Von hier aus geht’s nach Montenegro.

Auf dem Drin

Juli 14th, 2019


Wunderbare Flussfahrt auf dem Drin-Stausee. Qualvolle Anfahrt hat sich gelohnt!

Unwetter am Ohridsee

Juli 11th, 2019

Die erhoffte Abkühlung war dann doch etwas heftig. Ein über Stunden dauerndes Gewitter hat einige Bäume gefällt (bei zweien konnte ich aus dem WoMo-Fenster zusehen). Der Strom war ein paar Stunden weg, Ansonsten scheint hier zumindest nichts wirklich schlimmes passiert zu sein. Der See hat Wellen wie am Meer und der Strand liegt voll Grünzeug und Sonnenschirmenresten. Wetteronline sagt einen angenehmen Tag mit 24 Grad für heute. Wir werden eine Fahrradtour machen.

Durch das albanische Bergland

Juli 10th, 2019

Die schmalsten, kurvenreichsten und steilsten Straßen, die wir bisher gefahren sind. Nur in Sachen schlechter Zustand haben die ukrainischen Karpaten noch die Nase vorn.

Ksamil

Juli 8th, 2019

Sind ganz im Süden von Albanien angekommen und blicken auf Korfu.
Hier auch endlich der ersehnte Erfolg im Fische keschern beim schnorcheln. Der Fang wandert für je eine halb Stunde ins ‚Aquarium‘ bevor er vorsichtig wieder frei gelassen wird.

Gjilek Beach

Juli 7th, 2019

Über den Llogara-Pass, der uns her führte, hab ich anfangs noch Witze gemacht. Das das ja nun nicht grade ein 2000er sei und das WoMo schon ganz anderes bewältigt hat. Damit war es schnell vorbei, dank >10% Steigung und sonntagsfahrern, die ständig an den unmöglichsten stellen den Schwung raus genommen haben. Grade so geschafft und mit prima Blick auf unseren neuen Strand belohnt:

Hier heute den ganzen Tag geschnorchelt, geschlemmt und entspannt…

Berat

Juli 5th, 2019

Heute haben wir unseren Traumstrand verlassen und sind nach Berat gefahren. Hier haben wir einen 3 Wochen alten Campingplatz zwischen Altstadt und Fluss gefundenen. Die Besitzer sind sehr froh über Gäste und verwöhnen uns mit Früchten aus dem Garten.
Die Stadt ist sehr alt und schön, jedoch noch längst nicht Überall auf hochglanz saniert. Auf einem besonders schönen steilen Kopfsteinpflastergässchen hau ich mir spontan das Knie auf.
Dank albanischer Flexibilität bekommen wir vom Wachmann einer wegen Renovierung geschlossenen Moschee und Karawanserei eine Exklusivführung durch die Gemäuer.

Hübsche Altstadt, kaum andere Touristen

Albanien

Juli 4th, 2019

mit diesem Ausblick nach gerade 2h in Albanien hätte ich nun wirklich nicht gerechnet

Wir entspannen erstmal 2 Tage am Strand bei Karpen. Perfekter Campingplatz. Leider kann es nun nicht mehr besser werden, oder?


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